Sep 17, 2019 Last Updated 10:58 AM, Aug 12, 2019

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Trinken bis die Pflanze blüht- Drink Smart Evaluationsergebnisse

Beginn:
5. Sep 2019
Ende:
5. Sep 2019
Kurs-Nr.:
916
Preis:
Kostenfrei
Ort:
Foyer/Halle
Plätze:
30
Trainer:

Beschreibung

Trinken bis die Pflanze blüht- Drink Smart Evaluationsergebnisse


Im Alter ist der häufig schwindende Verlust des Durstempfindens (Bigorio, 2009; Hodgkinson et al, 2003; Bunn et al, 2015) ein großes Problem. Um ältere Menschen bei der Prävention von Dehydratation unterstützen zu können, wurde im Zuge des FFG geförderten interdisziplinären Projektes „Drink Smart“ (2016-2018), ein funktionsfähiger Prototyp für ein intelligentes Trinksystem entwickelt, mittels dem der tägliche Flüssigkeitskonsum gemessen werden kann. Die Evaluationsstudie hatte dabei die Testung des prototypischen Trinksystems hinsichtlich der vier Evaluationsfaktoren „Performanz und Funktionalität“, „Gebrauchstauglichkeit“, „Akzeptanz“ und „Wirkungen“ zum Ziel. Die Messung der Systemstabilität wurde im Setting der Hauskrankenpflege mittels Einzelinterviews mit PrimärnutzerInnen (PN, älterer pflege- bzw. betreuungsbedürftige Menschen) und Gruppeninterviews mit SekundärnutzerInnen (SN, Gesundheits-und Krankenpflegepersonen der mobilen Hauskrankenpflege) erhoben. Die Evaluation der Gebrauchstauglichkeit fand mittels Nutzungstagebüchern und im Zuge der Abschlussinterviews und Gruppendiskussionen statt. Die Praxistauglichkeit des Einsatzes des Systems wurde ebenfalls durch Gesundheits- und Krankenpflegepersonen der mobilen Hauskrankenpflege festgestellt. Weiters wurde eine Heuristische Evaluierung durch eine Expertin durchgeführt. Akzeptanz und Wirkungen wurden mit Hilfe von qualitativen Einzelinterviews und Gruppendiskussionen erfasst. Drink Smart erreichte in einer jeweils dreiwöchigen Testphase pro Person (März-Mai 2018) mit 21 Testteilnehmer*innen, eine in der Praxis taugliche technische Performanz und Stabilität. Grundsätzlich wurde die Verwendung des Systems als einfach beschrieben, aufgrund kognitiver und physischer Einschränkungen kann es jedoch zu Hürden in der Nutzung kommen. Das Trinksystem wurde als motivierend und sinnvoll beschrieben und hat den PN geholfen, mehr bzw. bewusst weniger zu trinken. Für die SN wird das Trinksystem als optimales Hilfsmittel wahrgenommen, wenn es um die Durchführung von Flüssigkeitsbilanzen und die Erfassung der Flüssigkeitsmenge sowie der Trinkereignisse geht. Eine zukünftige Nutzung des Systems wird von den Nutzer*innen angestrebt, jedoch erst wenn Unterstützung bei der Dehydratationsprophylaxe erforderlich wird. Für den Pflegealltag der Pflegenden wird das Trinksystem im Bereich der Früherkennung von Flüssigkeitsmangel, als sehr nützlich beschrieben. Eine zukünftige Nutzung des Systems macht deshalb auch aus Sicht der SN Sinn, wenn es um die Unterstützung für eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung geht

Literatur

Bigorio (2009): Hydration in der palliativen Betreuung. Konsens zur „best practice“ für Palliative Care in der Schweiz. http://www.palliative.ch/de/fachbereich/arbeitsgruppen-standards/best-practice (30.01.2017) Bunn, D./Jimoh, F./Wilsher, Howard, S./Hooper, L. (2015): Increasing Fluid Intake and Reducing Dehydration Risk in Older People Living in Long-Term Care: A Systematic Review. In: JAMDA, (16), 101-113. Hodgkinson, B./Evans, D./Wood, J. (2003): Maintaining oral hydration in older adults: A systematic review. In: International Journal of Nursing Practice, (9), 19 –28

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