Sep 17, 2019 Last Updated 10:58 AM, Aug 12, 2019

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Optimiertes Ausfallzeitenmanagement mithilfe eines digital-gesteuerten Pflegepools im Krankenhausverbund

Beginn:
5. Sep 2019
Ende:
5. Sep 2019
Kurs-Nr.:
873
Preis:
Kostenfrei
Ort:
HS 3
Plätze:
30
Trainer:

Beschreibung

Optimiertes Ausfallzeitenmanagement mithilfe eines digital-gesteuerten Pflegepools im Krankenhausverbund


Einleitung Der Fachkräftemangel in der Pflege im Rahmen des demographischen Wandels stellt ein bekanntes Problem dar. Jüngere Arbeitnehmer*innen wünschen sich eher eine Work-Life-Balance. Zusätzlich steigen Pflegekräfte häufig aus ihrem Beruf aus. Sie können sich jedoch eine Rückkehr bei besserer Bezahlung, mehr Personal und anderen Strukturen und Arbeitsbedingungen vorstellen (HARTMANN, 2018). Eine Möglichkeit zur Neuorganisation der pflegerischen Arbeit bildet ein sogenannter Springerpool. Dieser soll, wenn strukturell konsequent aufgebaut, ein ausreichendes Ausfallzeitenmanagement garantieren. Eine strukturierte Planung basiert jedoch auf einer Abkehr von veralteten Dienstplan-Traditionen (Herrmann & Woodruff, 2018), z.B. durch den Einsatz von IT-gestützten Systemen. Gesundheits- und Krankenpflege zeigt bisher allerdings einen geringen Digitalisierungsgrad auf, Pflegekräfte können sich jedoch prinzipiell eine Verbesserung ihrer Arbeit in der Verwendung von digitalen Technologien vorstellen (Bräutigam et al., 2017). Weiterhin sind regionale Netzwerke bei fortschreitender Digitalisierung wichtig, denn sie können knappe (humane) Ressourcen nutzen und kombinieren. Zielsetzung Das Forschungsprojekt dient der begleitenden Entwicklung und Implementation eines Software-Prototypens, welcher im Falle eines Ausfalles von Pflegekräften auf Stationen passgenauen Ersatz aus einem klinikübergreifenden Pflegepersonalpool vorschlägt . Der Software-Prototyp wird hierbei in einem regionalen Netzwerk bestehend aus zwei Krankenhäusern unterschiedlicher Träger, im Rahmen intrasektoraler Zusammenarbeit, getestet und evaluiert. Methoden Die Anforderungen, die an die Software gestellt werden, werden mithilfe leitfadengestützter Interviews bei den relevanten Anspruchsgruppen erhoben. Die Evaluation erfolgt mit qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden begleitend zur Implementierung der Software. Für den Test des Software-Prototypens stellen die Netzwerkpartner Pflegekräfte aus ihren eigenen Häusern zur Verfügung, die dann krankenhausübergreifend eingesetzt werden und deren Einsatz durch die Software gesteuert wird. Ergebnisse Der Software-Prototyp wird nach Abschluss der Projektphase in der Lage sein, Pflegekräfte im Falle eines Ausfalls passgenau zu vermitteln. Zusätzlich können Aussagen darüber getroffen werden, welche Kritik und welche Verbesserungsvorschläge durch die Anspruchsgruppen geäußert und in der Programmierung berücksichtigt wurden. Erwartet wird eine Verbesserung der Dienstplansicherheit für Pflegekräfte auf den Stationen und im Springerpool. Schlussfolgerungen Die Ergebnisse sollen dazu dienen, eine objektive und schnelle Bereitstellung von Pflegekräften bei Engpässen in der Personalbesetzung zu ermöglichen. Weiterhin können die Ergebnisse eine langfristige Sicherung der Intervention in den Krankenhäusern ermöglichen und so den Einsatz von Poolpersonal effektiver und effizienter zu managen.

Literatur

Bräutigam, C., Enste, P., Evans, M., Hilbert, J., Merkel, S. & Öz, F. (2017). Digitalisierung im Krankenhaus. Mehr Technik - bessere Arbeit? (FF Forschungsförderung, Nr. 364). Düsseldorf: Hans-Böckler-Stiftung. HARTMANN. (2018). #PflegeComeBack Studie. Hintergründe zu Ausstieg und Rückkehr in den Pflegeberuf. Heidenheim. Herrmann, L. & Woodruff, C. (2018). Dienstplanung im stationären Pflegedienst. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-22581-0

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